Radtour kostenlos planen: 3 Planer und der GPX-Export

Radtour kostenlos planen mit BRouter, Radroutenplaner Bayern oder komoot: Funktionen, GPX-Grenzen und eine Anleitung bis zur nutzbaren Strecke auf dem Handy.

Draußen Veröffentlicht am 7 Min. Lesezeit

Reiserad mit Gepäcktaschen auf der Alten Mainbrücke in Kitzingen
Eine geplante Strecke braucht auch klare Zwischenziele. Die Alte Mainbrücke in Kitzingen ist hier ein Motiv für eine Radreise am Main; Aufnahme von 2022. Foto: Anne Daemon · Quelle: Wikimedia Commons · Lizenz: CC0 1.0 · Bearbeitung: Zuschnitt auf 8:5, Verkleinerung auf 1400 × 875 Pixel, WebP; vorhandene Projektfassung wiederverwendet

Welcher kostenlose Planer passt zu Deiner Radtour?

Für eine frei geplante Strecke mit GPX-Export ist BRouter-Web ein passender Einstieg. Wenn Deine Tour in Bayern liegt und Du bevorzugt das dortige Radnetz nutzen möchtest, lohnt sich der staatliche Radroutenplaner. Wer bereits komoot verwendet, prüft zuerst die verfügbare Startregion. Damit lässt sich früh klären, ob der gewünschte Weg vom Plan bis zur Navigation ohne zusätzliche Zahlung funktioniert.

Die folgende Auswahl vergleicht die für diese Suchfrage wichtigen Funktionen. Grundlage sind die verlinkten Projekt-, Behörden- und Hilfeseiten, geprüft am 21. Oktober 2026. Bezahlangebote, Kartenpakete und App-Funktionen können sich ändern. Kontrolliere daher besonders bei einem vorhandenen Konto die aktuell angezeigten Freischaltungen.

PlanerKostenlose PlanungGPX-DateiSinnvoller Einsatz
BRouter-Webdirekt im Browser, ohne KontoExport im PlanerVerlauf selbst festlegen und in einer anderen App nutzen
Radroutenplaner Bayernkostenloses staatliches AngebotExport vorgesehenTouren über bayerische Radnetze und Themenrouten
komootRoutenplanung verfügbarStartregion muss freigeschaltet seinvorhandenes Konto mit passender freier Region nutzen

Entscheide vor dem Zeichnen, womit Du unterwegs navigierst. Wenn Du erst nach der Planung feststellst, dass Deine bevorzugte App für den Import oder die Offline-Karte eine Freischaltung verlangt, musst Du womöglich umplanen. Ein kurzer Probeexport einer kleinen Strecke klärt diesen Punkt früh.

Was kann BRouter-Web kostenlos?

BRouter-Web berechnet Routen auf Grundlage von OpenStreetMap und bietet einen GPX-Export. Das Projekt nennt außerdem Zwischenpunkte und Sperrpunkte als Funktionen. Du kannst die Strecke im Browser bearbeiten und anschließend selbst sichern. Ein Konto ist für diesen Arbeitsweg nicht erforderlich.

Wähle zuerst ein zu Fahrrad und Untergrund passendes Routingprofil. Setze dann den Start, das Ziel und bei Bedarf Zwischenpunkte. Kontrolliere nach jeder größeren Änderung den Verlauf. Ein Profil beeinflusst, welche Wege die Berechnung bevorzugt; Deine Prüfung von Oberfläche und Zugänglichkeit bleibt Teil der Planung.

Im Exportdialog wählst Du GPX und vergibst einen eindeutigen Namen. Lade die Datei herunter und öffne sie in der Anwendung, die Du am Lenker verwenden wirst. Die Projektdokumentation beschreibt BRouter-Web als Oberfläche der BRouter-Routing-Engine. Für Offline-Routing mit der gesonderten Android-Anwendung ist ein eigener Einrichtungsweg nötig.

Wann ist der Radroutenplaner Bayern die bessere Wahl?

Das staatliche Angebot hilft besonders bei Touren über bekannte bayerische Radverbindungen. Laut Bayerischem Verkehrsministerium unterstützt es individuelle Strecken, Zwischenpunkte und Rundrouten. Du kannst unter anderem das allgemeine Radnetz, Themenrouten oder befestigte Wege bei der Berechnung bevorzugen.

Das Portal zeigt Distanz, Höhenprofil und Informationen zur Oberfläche. Für die geschätzte Fahrtdauer lässt sich das Tempo anpassen. Fertige Routen kannst Du als GPX-Datei, Link oder QR-Code weitergeben. Die kostenlose App bietet zudem die Offline-Nutzung von Karten und Routen. Öffne den Radroutenplaner über Radlland Bayern und prüfe die Funktionen für Dein Gerät.

Für die eigentliche Auswahl hilft eine vorhandene Themenroute als Ausgangspunkt. Du kannst einen passenden Abschnitt übernehmen und den Weg vom Bahnhof oder der Unterkunft ergänzen. Achte darauf, welche Variante Du bearbeitest und exportierst. Mehrere farbig angezeigte Vorschläge können in einem kleinen Kartenausschnitt ähnlich wirken und dennoch deutlich verschiedene Rückwege haben.

Welche Grenzen hat komoot ohne zusätzliche Freischaltung?

Bei komoot hängt der GPX-Export von der freigeschalteten Startregion ab. Das offizielle Hilfecenter nennt diese Voraussetzung ausdrücklich. Laut Produktseite erhältst Du nach Anmeldung eine erste Einzelregion kostenlos. Prüfe deren Lage, bevor Du Dich auf den Export verlässt.

Der Export enthält nach komoot-Angaben die Routengeometrie. Hinzugefügte Wegpunkte, Sprachnavigation und komoot-Karten sind darin nicht enthalten. Das ist wichtig, wenn Du Deine geplanten Pausen oder Zusatzinformationen in eine andere Anwendung übertragen möchtest. Notiere solche Punkte gegebenenfalls separat.

Für eine Tour in Deiner bereits freigeschalteten Region kann der vorhandene Arbeitsweg bequem sein. Für wechselnde Urlaubsregionen solltest Du vorab kontrollieren, welche Nutzung im Konto abgedeckt ist. Plane dafür eine kurze Probestrecke mit dem tatsächlichen Startort und versuche den gewünschten Export. Damit prüfst Du die entscheidende Funktion, bevor Du eine längere Runde ausarbeitest.

Wie planst Du Deine Strecke Schritt für Schritt?

Lege zuerst Zeitfenster, Fahrradtyp und Rückkehr fest. Die Kilometer ergeben sich anschließend aus einem Verlauf, der zu diesen Vorgaben passt. Ein Familienausflug mit vielen Stopps braucht einen anderen Rahmen als eine sportliche Trainingsrunde auf befestigten Wegen.

  1. Start genau setzen. Wähle den tatsächlichen Parkplatz, Bahnhof oder Unterkunftseingang. Prüfe, auf welcher Straßenseite der Einstieg liegt.
  2. Routenform festlegen. Entscheide zwischen einer geschlossenen Runde, Hin- und Rückweg oder einer Zielstrecke mit gesicherter Rückfahrt.
  3. Profil wählen. Verwende eine Einstellung, die zu Deinem Fahrrad und dem gewünschten Untergrund passt.
  4. Zwischenziele setzen. Ergänze Brücken, Orte oder Pausenplätze, die Du gezielt erreichen möchtest.
  5. Verlauf prüfen. Zoome Engstellen, Querungen, große Anstiege und ungewöhnliche Umwege heran.
  6. Datei exportieren. Speichere die geprüfte Fassung und öffne sie im vorgesehenen Navigationsgerät.

Für eine Runde kannst Du Start und Ziel an denselben Ort setzen und den Verlauf über mehrere Zwischenpunkte formen. Liegen diese zu eng beieinander, entsteht leicht ein Hin-und-zurück-Abschnitt. Schau deshalb auf die gesamte Runde und kontrolliere, ob beide Richtungen tatsächlich verschiedene, brauchbare Wege nutzen.

Setze einen Zwischenpunkt mitten auf den gewünschten Weg. Ein Punkt auf der anderen Flussseite, auf einem Parkplatz hinter einer Schranke oder abseits des Wegenetzes kann einen langen Umweg auslösen. Wenn der Planer eine überraschende Schleife berechnet, verschiebe zunächst diesen einzelnen Punkt und vergleiche das Ergebnis.

Wie prüfst Du Untergrund und Schwierigkeit?

Lies Höhenprofil und Wegoberfläche gemeinsam. Eine kurze Strecke kann mit einem steilen Anstieg anstrengend werden. Eine flache Route kann über lockeren Schotter führen, der mit schmalen Reifen oder Anhänger wenig angenehm ist. Die Kilometerzahl beantwortet diese Fragen nur teilweise.

Zoome vor allem an Stellen heran, an denen sich der Charakter der Route ändert. Das sind etwa der Übergang vom Ort in den Wald, eine Flussquerung, eine Bahnunterführung oder eine lange Verbindung zwischen zwei Radwegen. Prüfe, ob der Verlauf durchgehend befahrbar erscheint und welche aktuellen Einschränkungen die zuständige Region meldet.

Bei längeren Touren markierst Du mögliche Ausstiege. Ein Bahnhof auf der Karte hilft erst, wenn der Weg dorthin fahrbar ist und eine passende Verbindung mit Fahrradmitnahme existiert. Ebenso sollte eine Abkürzung den verbleibenden Weg tatsächlich verkürzen. Zeichne sie als eigene Variante und vergleiche die Gesamtdistanz ab Start.

Für Touren in Franken bieten die Radwege in Franken einen Ausgangspunkt mit konkreten regionalen Strecken. Übernimm daraus einen passenden Abschnitt und ergänze die Zufahrt. Eine offizielle Themenroute ist besonders praktisch, wenn Du mehrere Tagesetappen entlang einer bekannten Verbindung planen möchtest.

Wie berechnest Du eine realistische Tagesdauer?

Teile die Distanz durch ein realistisches Bewegungstempo und ergänze alle Unterbrechungen. Rechne beispielsweise für eine selbst gewählte 36-Kilometer-Runde mit 12 Kilometern pro Stunde. Das ergibt drei Stunden reine Fahrt. Kommen 45 Minuten Pause und 30 Minuten für Orientierung und Stopps dazu, liegt Dein Tagesfenster bei vier Stunden und 15 Minuten. Das ist eine Beispielrechnung, keine Tempovorgabe.

Der Durchschnitt in Bewegung unterscheidet sich von der Geschwindigkeit, die kurz auf dem Tacho steht. Ampeln, Gruppenabsprachen, Fotostopps und die Suche nach einem passenden Rastplatz brauchen zusätzlich Zeit. Für einen ersten Ausflug mit ungewohnter Strecke wählst Du daher einen Plan mit Reserve bis zur Rückfahrt.

Prüfe auch, wo die Anstiege liegen. Ein längerer Hügel im letzten Drittel kann Deine Rückkehr stärker verzögern als derselbe Anstieg zu Beginn. Bei einer festen Zugverbindung legst Du einen Entscheidungspunkt fest, an dem Du rechtzeitig zur kürzeren Variante wechseln kannst. Speichere die Alternativdatei mit einem eindeutig anderen Namen.

Wie kommt die GPX-Datei nutzbar aufs Handy?

Exportiere, importiere und vergleiche den Track vor der Abfahrt. Eine Datei im Downloadordner ist erst der Anfang. Öffne sie in der vorgesehenen App oder übertrage sie auf Deinen Fahrradcomputer. Kontrolliere danach, ob die ganze Runde und die richtige Fahrtrichtung sichtbar sind.

Manche Anwendungen behandeln einen importierten Track als unveränderte Linie, andere können daraus eine neu berechnete Route erstellen. Vergleiche besonders Brücken, kleine Abzweige und Abschnitte abseits großer Straßen mit Deiner ursprünglichen Planung. Wenn der Verlauf deutlich abweicht, prüfe Importmodus und Sportprofil, bevor Du losfährst.

Lade außerdem die Hintergrundkarte für das benötigte Gebiet, soweit Deine App das unterstützt. Eine GPX-Datei ist keine vollständige Offline-Karte. Schalte Mobilfunk kurz aus und öffne die Tour erneut. Teste das Verschieben und Vergrößern der Karte auch an einem entfernten Punkt der Runde. So erkennst Du, ob wirklich das ganze Gebiet gespeichert ist.

Bewahre eine Kopie der Originaldatei auf und benenne die endgültige Fassung verständlich, etwa mit Ort, Distanz und Datum. Lösche veraltete Probeversionen aus der aktiven Tourenliste, damit Du unterwegs die richtige Route auswählst. Prüfe vor längeren Tagen auch Akkuladung und Lademöglichkeit Deines Navigationsgeräts.

Fazit: Prüfe den kompletten Weg bis zur Navigation

Plane zunächst eine kurze Proberunde mit Deinem bevorzugten Werkzeug. Exportiere sie, öffne sie auf dem später verwendeten Gerät und kontrolliere die Karte ohne Mobilfunk. Wenn dieser Ablauf funktioniert, arbeitest Du Deine eigentliche Tagestour aus und speicherst eine kürzere Rückkehrvariante. So steht vor der Abfahrt fest, welche Strecke und welche Funktionen Du unterwegs zur Verfügung hast.

Häufige Fragen

Mit welchem Routenplaner kann ich eine Radtour kostenlos planen?

BRouter-Web eignet sich zum kostenlosen Planen und Exportieren einer Fahrradstrecke. Für Bayern bietet der staatliche Radroutenplaner zusätzlich regionale Radnetze und eine kostenlose App. Bei komoot solltest Du die Freischaltung der Startregion prüfen, wenn Du die GPX-Datei exportieren möchtest.

Kann ich eine Radtour ohne Registrierung planen?

In BRouter-Web kannst Du eine Strecke direkt im Browser zeichnen und als GPX exportieren. Du brauchst dafür kein Benutzerkonto. Speichere die Datei anschließend selbst und prüfe, ob Deine gewählte Navigations-App sie öffnen kann.

Ist der GPX-Export bei komoot kostenlos?

Laut komoot muss für einen Export die Region freigeschaltet sein, in der die Route startet. Die erste Einzelregion lässt sich nach Anmeldung kostenlos freischalten. Prüfe, ob der Start Deiner Tour in genau dieser Region liegt; weitere Freischaltungen können kostenpflichtig sein.

Ist eine GPX-Datei bereits eine Offline-Karte?

Eine GPX-Datei enthält den Streckenverlauf und je nach Export weitere Angaben. Die Hintergrundkarte musst Du in der verwendeten App gesondert offline verfügbar machen. Öffne Karte und Track vor der Abfahrt ohne Mobilfunkverbindung, um die Vorbereitung zu prüfen.

Wie plane ich eine kostenlose Rundtour?

Setze zuerst Start und Ziel am selben Ort und ergänze Zwischenpunkte für den gewünschten Verlauf. Kontrolliere, dass Hin- und Rückweg eine sinnvolle Runde bilden. Der Radroutenplaner Bayern unterstützt Rundrouten; in einem frei bedienbaren Planer kannst Du den Verlauf auch selbst über mehrere Punkte festlegen.

Warum verändert sich meine Strecke beim Import?

Eine App kann eine importierte Strecke anhand ihres eigenen Wegenetzes und Sportprofils neu berechnen. Vergleiche deshalb nach dem Import vor allem Brücken, kleine Abzweige und längere Umwege. Bewahre die ursprüngliche GPX-Datei auf, um Unterschiede nachvollziehen zu können.

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